Bil­dungs­mo­bi­li­tät zwi­schen El­tern und Kin­dern

Der Indikator Bildungsmobilität zwischen Eltern und Kindern vergleicht den höchsten allgemeinbildenden Schulabschluss der Eltern mit dem ihrer Kinder.

Er ist eine Näherung für Bildungsgerechtigkeit.

Die Statistik erfasst Kinder im Alter von 15 bis 25 Jahren, die noch im Haushalt der Eltern leben und sich nicht mehr im allgemeinbildenden Schulsystem befinden. Hier gilt es zu beachten, dass es gerade in den jüngeren Altersjahrgängen möglich ist, dass ein höherer Abschluss noch nachgeholt wird. Da der Indikator auf der Haushaltsebene gemessen wird, können sich auch unterschiedliche, durch den Bildungsabschluss der Kinder oder der Eltern beeinflusste Auszugsverhalten in den Ergebnissen widerspiegeln.

Auf Basis des Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes können im Familienkontext nur die höchsten allgemeinbildenden Schulabschlüsse, nicht jedoch weiterführende Bildungs- oder Berufsausbildungsabschlüsse ausgewertet werden. Letztere sind zwar für das Berufsleben und das Einkommen häufig entscheidender, werden aber oft erst nach Verlassen des Elternhauses erworben. Dies stellt keinesfalls eine Minderschätzung dieser Abschlüsse dar. Gleiches gilt für Haupt- oder Realschulabschlüsse, die im weiteren beruflichen Werdegang Basis für eine erfolgreiche Bildungskarriere sein können.

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